Wir arbeiten mit Delphi von den alten 32-Bit-Versionen bis zu den aktuellen Releases, daneben mit Lazarus und Free Pascal. Die Arbeit steckt selten in der Sprache selbst, sondern in den Sprüngen dazwischen: Unicode, 64 Bit und die Fremdkomponenten. Nachfolgend steht, was bei jedem Schritt dazugehört.
Die drei Sprünge, die den Aufwand bestimmen
Wie weit eine Aktualisierung reicht, hängt nicht von der Zahl der Versionen ab, sondern davon, welche dieser Schwellen dazwischenliegen.
- Zu Unicode (ab Delphi 2009)
- Der größte Bruch der Reihe: string wurde zu UnicodeString. Jede Stelle, an der Zeichen als Bytes behandelt wurden — Dateiformate, Netzwerkverkehr, Verschlüsselung — muss durchgesehen werden.
- Von 32 auf 64 Bit
- Erfordert Aufmerksamkeit bei Zeigerarithmetik, Inline-Assembler und externen DLLs. Oft ist ein Zwischenschritt sinnvoll: erst die Version anheben, dann 64 Bit.
- High-DPI und VCL-Stile
- Eine Anwendung, die auf einem modernen Bildschirm verzerrt oder unlesbar wirkt, lässt sich meist über Skalierungseinstellungen und Anpassungen an den Formularen wieder in Ordnung bringen.
Fremdkomponenten
Sie entscheiden in der Praxis, ob eine Aktualisierung glattläuft. Deshalb nehmen wir sie zuerst auf, noch bevor am Code etwas geschieht.
- DevExpress
- Wird aktiv gepflegt, es gibt also meist eine Version, die zu Ihrem Ziel-Delphi passt. Zu prüfen sind Eigenschaften, die zwischen Versionen entfallen sind.
- TMS, darunter WebCore
- Aktuell und breit einsetzbar. WebCore ist zudem der Weg, über den bestehender Delphi-Code im Browser laufen kann.
- QuickReport und FastReport
- QuickReport ist der klassische Stolperstein bei einer Aktualisierung. Meist ersetzen wir es durch eine aktuelle Alternative und übertragen die Berichte.
- BDE, ADO und FireDAC
- Die Datenbankschicht ist häufig der Teil, der ohnehin ersetzt werden muss. FireDAC ist dabei in der Regel das Ziel.
Neben Delphi selbst
- Lazarus und Free Pascal
- Liegen nah an Delphi und sind manchmal der bessere Weg, etwa wenn eine Anwendung auch unter Linux laufen soll oder Lizenzkosten schwer wiegen.
- Delphi für mobile Geräte
- Möglich, aber selten der schnellste Weg für eine bestehende Desktop-Anwendung. Wir prüfen im Einzelfall, ob es sich lohnt.
Sie wissen nicht, welche Version bei Ihnen läuft? Das lässt sich meist aus der Projektdatei oder aus der kompilierten Anwendung ableiten. Schicken Sie uns, was Sie haben, dann finden wir es heraus.
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