Eine Delphi-Anwendung modernisieren: vier Wege

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Modernisieren heißt nicht zwangsläufig neu bauen. In aufsteigender Eingriffstiefe: Wartung auf der bestehenden Version, eine Versionsaktualisierung, eine Webversion neben dem Desktop-Client über TMS WebCore, oder Funktionalität schrittweise nach außen bringen. Was passt, hängt vor allem vom Zustand des Codes ab.

Aktualisiert am 28 August 2026

Die vier Wege

Wartung auf der bestehenden Version
Fehler beheben und erweitern, ohne die Umgebung anzufassen. Schnell, verschiebt die Versionsfrage aber nur.
Versionsaktualisierung
Auf ein aktuelles Delphi, inklusive Unicode, 64 Bit und Fremdkomponenten. Bringt Wartbarkeit und Zugang zu modernen Bibliotheken.
Webversion mit TMS WebCore
Bestehender Delphi-Code im Browser, neben oder anstelle des Desktop-Clients. Funktioniert am besten, wenn die Anwendung nicht tief in Windows sitzt.
Schrittweise entkoppeln
Funktionalität nach und nach in eine neue Schicht überführen, während die alte Anwendung weiterläuft. Der sicherste Weg bei einem kritischen System.

Was die Wahl bestimmt

Der Zustand des Codes
Liegt alles in der Versionsverwaltung und ist der Build reproduzierbar? Wenn nicht, ist das immer Schritt eins.
Fremdkomponenten
Sie entscheiden oft, ob eine Aktualisierung Tage oder Wochen dauert.
Wo die Nutzer sitzen
Arbeiten die Leute nur im Büro oder auch zu Hause und unterwegs? Das wiegt schwerer als das Alter des Codes.
Windows-Abhängigkeiten
COM, Druckeransteuerung, angeschlossene Hardware: je mehr davon, desto weniger attraktiv der Webweg.

Wir sehen uns immer zuerst an, was vorhanden ist. Oft liegt der erste Gewinn woanders als erwartet — etwa in der Datenbank darunter.

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