Modernisieren heißt nicht zwangsläufig neu bauen. In aufsteigender Eingriffstiefe: Wartung auf der bestehenden Version, eine Versionsaktualisierung, eine Webversion neben dem Desktop-Client über TMS WebCore, oder Funktionalität schrittweise nach außen bringen. Was passt, hängt vor allem vom Zustand des Codes ab.
Die vier Wege
- Wartung auf der bestehenden Version
- Fehler beheben und erweitern, ohne die Umgebung anzufassen. Schnell, verschiebt die Versionsfrage aber nur.
- Versionsaktualisierung
- Auf ein aktuelles Delphi, inklusive Unicode, 64 Bit und Fremdkomponenten. Bringt Wartbarkeit und Zugang zu modernen Bibliotheken.
- Webversion mit TMS WebCore
- Bestehender Delphi-Code im Browser, neben oder anstelle des Desktop-Clients. Funktioniert am besten, wenn die Anwendung nicht tief in Windows sitzt.
- Schrittweise entkoppeln
- Funktionalität nach und nach in eine neue Schicht überführen, während die alte Anwendung weiterläuft. Der sicherste Weg bei einem kritischen System.
Was die Wahl bestimmt
- Der Zustand des Codes
- Liegt alles in der Versionsverwaltung und ist der Build reproduzierbar? Wenn nicht, ist das immer Schritt eins.
- Fremdkomponenten
- Sie entscheiden oft, ob eine Aktualisierung Tage oder Wochen dauert.
- Wo die Nutzer sitzen
- Arbeiten die Leute nur im Büro oder auch zu Hause und unterwegs? Das wiegt schwerer als das Alter des Codes.
- Windows-Abhängigkeiten
- COM, Druckeransteuerung, angeschlossene Hardware: je mehr davon, desto weniger attraktiv der Webweg.
Wir sehen uns immer zuerst an, was vorhanden ist. Oft liegt der erste Gewinn woanders als erwartet — etwa in der Datenbank darunter.
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